Gesundheit & Pflege
Zahnersatz, Klinik, Pflege: Wo die Kasse aufhört, entscheidet sich, was eine Behandlung wirklich kostet.
Die gesetzliche Krankenversicherung deckt die Grundversorgung. Alles darüber hinaus — Zahnersatz, Sehhilfen, Heilpraktiker, das Einbettzimmer, die Pflege im Alter — zahlen Sie selbst, wenn Sie nicht vorgesorgt haben. Hier lohnt sich der Blick auf die Bedingungen deutlich mehr als auf den Beitrag.
Was dazugehört
Zahnzusatzversicherung
Der Klassiker, und aus gutem Grund: Ein Implantat kostet schnell 2.000 Euro, die Kasse zahlt einen Bruchteil. Entscheidend sind Erstattungssatz und Zahnstaffel.
Stationäre Zusatzversicherung
Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer, freie Krankenhauswahl.
Ambulante Zusatzversicherung
Brille, Heilpraktiker, Vorsorgeuntersuchungen jenseits des Kassenkatalogs.
Private Krankenversicherung
Für Beamte, Selbstständige und Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze. Eine Entscheidung für Jahrzehnte — entsprechend gründlich sollte sie vorbereitet sein.
Pflegezusatzversicherung
Die Pflegepflichtversicherung deckt etwa die Hälfte der tatsächlichen Kosten. Den Rest tragen Pflegebedürftige und ihre Kinder.
Krankentagegeld
Für Selbstständige existenziell, für Angestellte ab der siebten Woche relevant, wenn das Krankengeld deutlich unter dem Nettogehalt liegt.
Gesundheitsfragen ernst nehmen
In der Krankenversicherung entscheidet sich fast alles bei der Antragstellung. Wer eine Vorerkrankung verschweigt, riskiert, dass die Gesellschaft später die Leistung verweigert. Ich gehe die Fragen mit Ihnen durch und hole, wenn nötig, eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Gesellschaften ein — so erfahren wir vorab, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, ohne dass eine Ablehnung aktenkundig wird.
Der beste Zeitpunkt ist früh
Beitrag und Annahme hängen an Alter und Gesundheitszustand. Was mit 30 unproblematisch ist, kann mit 50 teuer oder gar nicht mehr möglich sein. Das gilt besonders für Zahn- und Pflegezusatz.


